Warum nicht heute, warum nicht jetzt?! Oder: Wenn der Moment der Wahrheit gekommen ist, ist die Zeit der Vorbereitung vorbei!


 
Es wird Tage geben, an denen man den Willen nicht spürt, an denen man sich im Tief befindet und dort vielleicht schwer herausfindet…
Tage, an denen man müde ist, fertig mit sich und der Welt des Lernens…
 
Was macht man in solchen Augenblicken?
 
Meiner Erfahrung nach hilft Folgendes:
 
Du möchtest heute nicht lernen? — Lerne!
 
Du willst keine Klausur schreiben, weil Du noch frustriert von der letzten bist? — Schreibe die Klausur!
 
Du willst am Wochenende nicht wieder früh aufstehen, weil du von der Woche müde bist? — Stehe morgens früh auf!
 
Alle diese Gefühle könnten Hinweise darauf sein, dass Du Pausen und Entspannung brauchst…
Mach die Pause, aber nicht heute, mach sie morgen!
Stehe Deine Lethargie durch!
 
Lerne. Schreibe eine Klausur. Stehe morgens früh auf.
 
Das Einzige, was Du aufschieben solltest, ist, eine Pause zu machen!
 
Du bist auf dem Weg bergauf, dem Weg zum Erfolg. Das Plateau ist erst nach der Püfung erreicht.
 
Häufig lese ich hier und woanders, dass Menschen sich fragen, woher die Disziplin kommen soll.
 
Ganz einfach, sie kommt von Dir! Es ist Deine innere Kraft!
In dem Moment, in dem Du Dich entscheidest diszipliniert zu sein, in dem Moment, in dem Du Deinen Willen spürst, wirst Du diszipliniert sein!
 
Starte hier und starte jetzt!
 
Du willst die Prüfung bestehen? Du willst Dein Ziel erreichen? Du willst im nächsten Frühjahr Steuerberater sein? Worauf wartest Du?
 
Die Prüfung besteht sich nicht von selbst! Die Klausuren schreiben sich nicht von alleine!
Du wirst Dich vorbereiten müssen; Du musst da durch!
 
Bring es hinter Dich!
 
Der Wille entscheidet!
 
Jocko Willink hat es ähnlich in seinem Buch beschrieben (Discipline Equals Freedom).
 
Es sind alles Weisheiten, die man eigentlich selbst weiß; das Schwierige ist, diese Weisheiten mit Leben zu füllen!
 
Aber ist es wirklich so schwierig? Niemand zwingt Euch in diese Prüfung! Ihr habt Euch entschieden!
Warum dann nicht, verdammt noch mal, Gas geben?

6 Kommentare

  1. Hallo Attila,
    schön geschrieben! Lass dich nicht ärgern, den Finger in die Wunde zu legen ist schmerzhaft. Irgendjemand muss das tun. Du machst das toll. Ich habe für dieses Wochenende eine lange Liste, die ich abarbeiten werde. Natürlich mache ich kurze Pausen und lerne Max. 12 Stunden am Tag, ganze Tage entspannen ist nicht drin, könnte ich gar nicht. Das schlechte Gewissen würde den Tag versauen. Auf zur nächsten Etappe
    LG Julian

    1. Lieber Julian,

      dumme Frage meinerseits aber: lernst du wirklich 12 Stunden am Tag? Und wenn ja: wie viele Tage die Woche bzw. Stunden die Woche insgesamt?

      Ich bin eher der Morgenmensch, d.h. nach dem Aufstehen kurz wach werden, Kaffee trinken und loslegen. Aber irgend wann ist doch das maximum erreicht. Kann man wirklich 12 stunden produktiv und effektiv lernen oder hast du Superkräfte? 😀 Ansonsten verrate mir bitte deinen Trick.

      Liebe Grüße

  2. Den inneren Schweinehund nicht nachzugeben bringt so immens viel! Habe ich in letzter Zeit selbst oft gemerkt. Das Trotzkind in mir will öfter mal durchkommen und einfach mal nichts machen. Meine neue Startegie: 7minds (Danke an dieser Stelle für die App Empfehlung hier vor einiger Zeit). Mal höre ich mir eine kurze „Session“ an, mal mach ich eine längere an. Danach geht’s voller Energie und Motivation los. Ich hoffe das hält an, momentan bin ich auf jeden Fall zuversichtlich.
    Liebe Grüße, viel Kraft und Motivation an Alle 🙂

    1. Sehr richtig!
      Und um den zu überwinden ist richtig was hilft. Für den einen ist das direkt anfangen und den Schweinehund zu ignorieren, der andere hört sich Podcast an, und andere gehen kurz spazieren oder joggen. Macht was hilft, aber Hauptsache ihr könnt dann nicht abgelenkt ans lernen gehen.
      lg

  3. Genau richtig, Attila!

    Das ist das Prinzip der Disziplin.

    Wenn ich mal ein Tief hatte, und das hat jeder, habe ich versucht dem Gedanken gar nicht viel Raum zu geben und einfach direkt angefangen.
    Nach spät. 30min. ist man so drin, das man die Demotivation besiegt hat. Manchmal hilft auch ans Ziel zu denken, wofür man das alles macht. Damit konnte ich mich auch noch nach 11 Std. lernen und nacharbeiten motivieren in die 12. Std. zu gehen.
    Abgesehen davon kann man mit Anfang-Mitte 30, wie die meisten ja sind, ruhig mal Gas geben. Diese Prüfungsvorbereitung ist kein Behördenjob und auch keine Kur!

    Man sollte natürlich tunlichst aufpassen das einen Partnerin oder Freunde nicht ablenken, auch das ist ein nicht zu unterschätzender „Zeiträuber“. (Finde das Wort blöd im Zusammenhang mit geliebten Menschen, aber mir fällt kein anderes ein)
    Und fangt euch nicht in der Ausredenfalle. Sicher ist es bequem es darauf zu schieben, warum man nichts machen konnte. Aber am Ende betrügt ihr euch selbst. Dem Klausurkorrektor ist es wurscht warum was nicht ging. Ihr macht das freiwillig!
    Es lässt sich auch vieles weg organisieren, wenn man nur will findet man da Wege. Zelebrieren doch viele im Job, warum nicht im Privatleben auch? 😉

    Wenn ich dieses genöle im NWB Blog lese, stellen sich mir die Haare auf… 🙁
    – Kein Kommentar! –
    Ich denke mir immer, warum macht ihr es wenn euch das Kind, die Familie, das Hobby, etc. schon so stresst. Dieser Beruf und die Prüfung fordert einen Willen von innen heraus, und nicht weil das Kollegen, Chef oder Familie von einem erwarten. Man muss am Thema interessiert sein, sonst steht man den Marathon nicht durch.

    Beim Radtraining halte ich es genauso. Es gibt immer eine Ausrede nicht loszufahren. Wetter schlecht, zu kalt, zu warm, keine Lust, keine Kraft, zu wenig gegessen, etc.
    Ich starte dann einfach, und sage mir, beschweren wie blöd es war kann ich mich nach der Tour immer noch. 😉 Und meist sage ich beim zurückkommen: Gut das ich gefahren bin, ich hätte was verpasst.

    Ich denke unsere Blog-Chefin kann ähnliches beim Marathon Training berichten.

    Euch allzeit gute Motivation und eiserne Disziplin! 🙂

  4. Hallo Attila,
    wie immer genau den Punkt getroffen!
    Wir wussten worauf wir uns einlassen! Sich selbst zu belügen macht jetzt keinen Sinn, die wenigsten von denen die durchfallen hatten einfach nur Pech. Ausnahmen gibt es! In meiner Kanzlei ist ziemlich schnell kurz nach dem Start der Lehrgänge im September klar, wer es durchhält und schafft und wer Ausreden sucht. Muss jeder für sich entscheiden.
    Dann aber nicht beschweren…
    Allen viel Glück

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